Größere Tragfähigkeit - Hochfeste Stähle der ILG

Den gesteigerten Anforderungen der Kunden im Bezug auf die Verringerung des Eigengewichts, bei gleicher Tragfähigkeit in Verbindung mit geringeren Verarbeitungskosten trägt die Ilsenburger Grobblech GmbH durch Bereitstellung der schweißbaren wasservergüteten Feinkornbaustähle Rechnung. Einen Überblick über den zeitlichen Ablauf der Entwicklung der schweißbaren Baustähle zeigt Bild 1.

Bild 1

Durch legierungstechnische und technologische Maßnahmen wurde, ausgehend von niedriglegierten ferritischen Baustählen, seit den 1920er Jahren die Festigkeit kontinuierlich gesteigert. Seit Anfang der 1970er Jahre begann die Entwicklung mit Mindeststreckgrenzen oberhalb von 690 MPa. Innerhalb kürzester Zeit gelang es, deren Mindeststreckgrenzen auf mehr als 960 MPa zu erhöhen. Darüber hinaus ist die Ilsenburger Grobblech GmbH in der Lage, höchste Festigkeitsanforderungen der Verbraucher mit der Stahlgüte MAXIL ® 1100 zu erfüllen.

Die hochfesten schweißgeeigneten Feinkornbaustähle der Ilsenburger Grobblech GmbH MAXIL® 550 - MAXIL® 1100 zeichnen sich auf Grund eines feindispersiven Vergütungsgefüges durch eine Kombination von hohen Festigkeitswerten und sehr guten Zähigkeitseigenschaften aus. So kann bei Anwendung der Mehrlagentechnik und geringerem Wärmeeinbringen auch in der WEZ eine gute Kombination von Festigkeit und Zähigkeit erreicht werden.

Des Weiteren zeigen die Feinkornbaustähle der MAXIL®-Reihe hervorragende Verarbeitungseigenschaften, wie z.B. kostengünstige Verarbeitung. Die Vorteile im Vergleich zu dem handelsüblichen Baustahl der Festigkeitsklasse S 355 (St 52-3) im Bezug auf die Schweißkosten verdeutlichen die hohe Wertschöpfung der hochfesten Feinkornbaustähle.

Im vorliegenden Fall bietet der Einsatz eines Feinkornbaustahles mit der Mindeststreckgrenze von 690 MPa im Vergleich zum St 52-3 eine Einsparung im Bezug auf die Gestehungskosten von ca. 60%.

Beim Einsatz von hochfesten wasservergüteten Feinkornbaustählen in zyklisch beanspruchten Konstruktionen ist auf eine kerbarme Gestaltung zu achten, da auf Grund der höheren Kerbempfindlichkeit beim hochfesten wasservergüteten Feinkornbaustahl der Anstieg der Dauerfestigkeit nicht proportional zum Anstieg der Zugfestigkeit Rm ist. Gleichwohl zeigen die hochfesten wasservergüteten Feinkornbaustähle deutliche Vorteile bei geringen Formzahlen und Beanspruchungen im Zeitfestigkeitsbereich mit hohen Spannungsamplituden und geringen Schwingspielzahlen.

Die zyklische Risswachstumseigenschaft der hochfesten wasservergüteten Feinkornbaustähle im Bereich II der Risswachstumskurve ist mit den üblichen Baustählen vergleichbar.

Dickenbereiche*:

MAXIL® 550: max. 120 mm
MAXIL® 620: max. 120 mm
MAXIL® 690: max. 120 mm
MAXIL® 890: max. 100 mm
MAXIL® 960: max. 50 mm
MAXIL® 1100: max. 40 mm

*= größere Dicken auf Anfrage